Der Grundgedanke
Ein Gastbeitrag ist ein Text, den Sie für eine andere Website schreiben. Ranktracker beschreibt den Kern so: Sie schreiben einen Artikel für eine fremde Seite und erhalten dafür einen Link zurück auf Ihre Website. Der Nutzen liegt in Reichweite, Markenbekanntheit und möglichen Besuchern.
Ahrefs nennt Gastblogging eine verbreitete Linkstrategie. Die Quelle ist ein Anbieter, der Linkwerkzeuge verkauft, und nennt die Verbreitung ohne eigene Erhebung.
Was Google erlaubt
Googles Spam-Richtlinien unterscheiden zwischen erlaubten und unerwünschten Links. Bezahlte oder gesponserte Links sind nach diesen Richtlinien zulässig, solange sie korrekt gekennzeichnet sind. Das Attribut rel="sponsored" oder rel="nofollow" am Link ist dafür vorgesehen.
Ein Gastbeitrag mit einem Link ist also nicht automatisch ein Verstoß. Entscheidend sind die Kennzeichnung, die Qualität des Textes und die Absicht.
Was Google als Linkspam wertet
Die Richtlinien zählen mehrere Praktiken auf, etwa bezahlte Links ohne Kennzeichnung, übermäßigen Linktausch und automatisch erzeugte Links. Für Gastbeiträge besonders wichtig ist dieser Punkt: Advertorials und Native Advertising mit bezahlten Links, die optimierte Ankertexte in Artikeln, Gastbeiträgen oder Pressemitteilungen enthalten, gelten als Linkspam.
Eine Verwendung des Gastbeitrags als reiner Linkträger mit Keyword im Ankertext ist also riskant. Setzen Sie Links nur dort, wo sie einen Mehrwert für den Leser bieten.
Wo Sie passende Seiten suchen
Ahrefs empfiehlt, nicht nur die üblichen Schreib-für-uns-Seiten zu nutzen, weil dort alle Wettbewerber suchen. Suchen Sie nach Themen, die zu Ihrem Angebot passen, und prüfen Sie die Seiten, die bereits Ihre Nische bedienen.
Ranktracker beschreibt sechs Kriterien: Relevanz und Zielgruppe, Autorität, Qualität der Inhalte, Engagement der Leser, Vertrauenswürdigkeit und eine langfristige Beziehung. Ein Blog, dessen Inhalte schlecht sind oder der kaum Leser hat, bringt wenig, auch wenn er auf dem Papier stark wirkt.
Autorität richtig einschätzen
Werkzeuge wie Ahrefs, Moz oder Semrush zeigen Kennzahlen wie Domain Rating oder Domain Authority. Das sind Schätzungen der Anbieter und keine Werte von Google. Ahrefs nennt einen Bereich von 30 bis 60 als Filter, um die Liste einzugrenzen.
Ein hoher Wert allein sagt wenig. Ein Hinweis aus der Suche warnt, dass eine Seite mit hoher Kennzahl und sinkendem Traffic Links verkaufen kann, ohne redaktionell zu arbeiten. Diese Aussage ist nicht unabhängig geprüft.
Den richtigen Ansprechpartner finden
Lesen Sie die Richtlinien der Seite und halten Sie sich genau daran. Finden Sie die zuständige Person, etwa die Redaktion oder den Herausgeber, über das Impressum, die Teamseite oder ein Profil. Ahrefs beschreibt, wie Sie die passende E-Mail-Adresse finden und eine Outreach-Mail schreiben.
Warnzeichen
Vorsicht ist geboten, wenn die Seite Links verkauft, ohne Inhalte zu prüfen, wenn sie unbekannte Gastautoren mit vielen Links akzeptiert oder wenn Sponsoring nicht offengelegt wird. Ranktracker rät, unsichere Seiten zu meiden, weil Links von dort Rankings schaden können.
Information-Gain: Die Qualitätsprüfung als Tabelle
Die Tabelle fasst die Kriterien in Prüfpunkte zusammen. Gehen Sie jede Seite vor der Anfrage durch.
| Kriterium | Prüfung | Warnsignal |
|---|---|---|
| Relevanz | Behandelt die Seite Themen Ihres Angebots? | Themen passen nicht zusammen |
| Publikum | Gibt es Kommentare und Austausch? | Keine Leserreaktionen |
| Inhalt | Sind die Artikel gut geschrieben und belegt? | Dünne oder kopierte Texte |
| Kennzeichnung | Wird Sponsoring offengelegt, und sind Links gekennzeichnet? | Keine Offenlegung |
| Richtlinien | Gibt es Vorgaben für Gastbeiträge? | Keine Vorgaben, Links werden verkauft |
| Ansprechpartner | Ist eine zuständige Person erreichbar? | Nur Kontaktformular ohne Namen |
Die Tabelle ist eine Prüfvorlage. Sie ersetzt keine eigene Recherche.
Erfolg messen
Ranktracker empfiehlt, Besucher aus Gastbeiträgen zu verfolgen, Engagement wie Kommentare und Shares zu beobachten sowie Rankings und Anfragen zu prüfen. Messen Sie zusätzlich, ob der Beitrag zu Anfragen oder Newsletter-Anmeldungen führt.
Weiterführende Beiträge
Die Regeln für Links im Detail: Linkaufbau SEO: Was Google erlaubt.
Welche Richtung Ihre Links unterstützen sollen, plant Topical Authority.
Linkaufbau als Dienstleistung beschreibt die Seite Linkaufbau.
Die Auswahl einer Partneragentur folgt ähnlichen Kriterien: SEO-Agentur finden.
