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SEO / PERFORMANCEHannover
Strategie· 4 Min. Lesezeit

Keyword-Kannibalisierung erkennen und beheben

Keyword-Kannibalisierung entsteht, wenn mehrere eigene URLs für dasselbe Keyword ranken und Google nicht klar ist, welche Seite gemeint ist. Sie erkennen das in der Search Console, wenn zu einer Suchanfrage mehr als eine URL Impressionen erhält. Die häufigste Lösung ist, Seiten zusammenzuführen und per 301 umzuleiten.

Porträt von Muhammad Salman

Inhabergeführte BetreuungFür Hannover, Region Hannover, Niedersachsen

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  • Google Analytics
  • Search Console
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  • Shopify
  • WordPress
  • HubSpot

Was Keyword-Kannibalisierung ist

Keyword-Kannibalisierung bedeutet, dass zwei oder mehr Seiten derselben Website um dasselbe Suchthema konkurrieren. Die Seiten stehen sich selbst im Weg. Eine Suchmaschine muss dann entscheiden, welche Seite sie zeigt, und wechselt im Zeitverlauf oft zwischen ihnen.

Wie sie entsteht

HubSpot nennt als typische Ursache, dass ältere Artikel bei neuen Inhalten übersehen werden. Auch Meta-Angaben können beitragen. Technische Ursachen sind etwa eine Website, die sowohl mit als auch ohne "www" erreichbar ist, oder Übersetzungen auf getrennten URLs. Meist entsteht das Problem unbeabsichtigt.

Warum es schadet

HubSpot nennt drei Hauptprobleme. Google kann nicht einschätzen, welche Seite relevanter ist, was zu schwankenden Rankings führt. SEO-Maßnahmen werden dadurch ineffizient. Und Keyword-Reportings werden verfälscht, weil dasselbe Keyword doppelt auftaucht.

Kannibalisierung in der Search Console erkennen

Die Search Console ist der beste Ausgangspunkt, weil sie echte Impressionen und Klicks zeigt. HubSpot beschreibt das Vorgehen in drei Schritten.

  1. Öffnen Sie den Bericht "Leistung" und wählen Sie eine Suchanfrage aus.
  2. Wechseln Sie in den Reiter "Seiten".
  3. Zeigt die Ansicht mehr als eine URL, ist Kannibalisierung sehr wahrscheinlich.

Welche Keywords zuerst prüfen

Priorisieren Sie Suchanfragen mit vielen Impressionen. Website Boosting nutzt in einer Fallbeschreibung eine Schwelle von 500 Impressionen, um nur relevante Fälle zu betrachten. Die Schwelle ist ein Beispiel aus einer Praxisbeschreibung und keine feste Regel.

Manuelle Prüfung mit der Suche

Eine Suche mit dem Operator "site:" und dem Keyword zeigt, welche eigenen Seiten Google für den Begriff kennt. Das ergänzt die Search Console, ersetzt sie aber nicht, weil die Suche nicht die Verteilung der Klicks zeigt.

Eine Warnung zur Verteilung

Ein Anteil von 99 zu 1 Prozent der Klicks auf zwei Seiten ist nach einer Auswertung von SEOcrawl kein echtes Problem, weil die eine Seite den Verkehr klar übernimmt. Prüfen Sie deshalb die Verteilung, nicht nur das Vorhandensein mehrerer URLs.

Sieben Lösungswege

HubSpot beschreibt sieben Maßnahmen. Search Atlas nennt fünf Schritte mit ähnlichem Kern. Die Auswahl hängt von der Lage ab.

Sieben Lösungswege
SituationMaßnahmeHinweis
Zwei Seiten mit gleichem ThemaZusammenführen und 301 umleitenWichtigster Weg; Google nennt Weiterleitungen ein starkes Signal
Eine Seite ist veraltetUmleiten auf die aktuelle Seite301, nicht 302
Beide Seiten müssen bleibenCanonical-Tag auf die bevorzugte SeiteGoogle nennt rel=canonical ein starkes Signal
Seiten unterscheiden sichEine Seite auf anderes Keyword ausrichtenUnterschiedliche Suchintention
Konkurrenzseite ist schwächerLöschen, wenn kein Wert verloren gehtVorher Backlinks und Traffic prüfen
Interne Links zeigen auf beideLinks auf die bevorzugte Seite setzenAnker klar formulieren
Sieben Lösungswege

Google beschreibt rel=canonical als starkes Signal, nicht als Pflicht. Die Dokumentation sagt, keine der Methoden sei erforderlich. Search Atlas empfiehlt, Canonical, Breadcrumbs, Sitemap und interne Links konsistent zu halten.

Zusammenführen und umleiten

Übernehmen Sie die besten Abschnitte in eine Seite und leiten Sie die andere per 301 auf sie um. Search Atlas nennt diesen Weg als ersten Schritt, HubSpot führt die 301 als eigene Maßnahme. Vermeiden Sie Weiterleitungsketten, weil Search Atlas mehrere Sprünge ausdrücklich nennt.

Canonical-Tag setzen

Wenn beide Seiten bestehen bleiben müssen, markieren Sie die bevorzugte Seite als kanonisch. Nutzen Sie Canonical, Sitemap und interne Links gleichermaßen für diese Seite.

Interne Verlinkung anpassen

Richten Sie interne Links auf die bevorzugte Seite aus und verwenden Sie klare, keyword-nahe Ankertexte. Search Atlas rät, Links zu konkurrierenden Seiten zu reduzieren.

Die Reihenfolge der Umsetzung

Die folgenden Schritte fassen Quellen zusammen. Die Reihenfolge ist eine Zusammenfassung aus Suchergebnissen und nicht aus einer einzelnen Anleitung.

  1. Erstellen Sie eine Liste aller Seiten mit ihrem Hauptkeyword und markieren Sie Konflikte.
  2. Wählen Sie pro Konflikt eine bevorzugte Seite nach Traffic, Backlinks, interner Verlinkung und Qualität.
  3. Führen Sie konkurrierende Seiten zusammen oder leiten Sie sie per 301 um.
  4. Setzen Sie interne Links direkt auf die bevorzugte URL, nicht über eine Weiterleitung.
  5. Setzen Sie Canonical-Tags dort, wo Seiten erhalten bleiben.
  6. Beobachten Sie Rankings und Traffic mindestens vier bis sechs Wochen.

Vorbeugung durch eine Keyword-Strategie

HubSpot empfiehlt, Keywords vor dem Schreiben festzulegen. Eine dokumentierte Liste verhindert, dass zwei Autoren dasselbe Thema bearbeiten. Search Atlas empfiehlt, jede Seite an einer eigenen Suchintention auszurichten und Inhalte zu bündeln, die sich überschneiden.

Information-Gain: Konfliktregister

Das Register hält jeden Konflikt an einer Stelle fest. Es verhindert, dass dieselbe Entscheidung zweimal getroffen oder vergessen wird.

Information-Gain: Konfliktregister
KeywordURL AURL BBevorzugte URLMaßnahmeBeobachten bis
Beispielbegriff/seite-a//seite-b//seite-a/301 von B auf ADatum eintragen
Information-Gain: Konfliktregister

Die Zeile ist ein Beispiel. Tragen Sie Ihre eigenen Konflikte ein.

Weiterführende Beiträge

Der Begriff gehört in den größeren Rahmen von Topical Authority. Dort geht es um Themenkompetenz statt einzelner Seiten.

Konkurrierende Seiten vermeiden Sie, wenn Sie Themen als Content-Cluster planen. Jede Seite bekommt dann genau eine Suchintention.

Die Keyword-Liste, die Doppelungen verhindert, erstellen Sie mit der Keyword-Recherche für SEO.

Wenn Seiten nach dem Zusammenführen nicht mehr indexiert sind, hilft die Übersicht zu Indexierungsfehlern. Eine Prüfung der Website erfolgt auf der Seite SEO-Audit.

Porträt von Muhammad Salman

Von Muhammad Salman, Gründer und SEO-Stratege

Veröffentlicht am

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FAQ

Kurz gefragt

Keyword-Kannibalisierung liegt vor, wenn mehrere eigene Seiten um dasselbe Suchthema konkurrieren. Google muss dann entscheiden, welche Seite gezeigt wird.

Öffnen Sie in der Search Console den Bericht "Leistung", wählen Sie eine Suchanfrage und prüfen Sie im Reiter "Seiten", ob mehr als eine URL erscheint.

Nein. SEOcrawl bewertet einen Klickanteil von 99 zu 1 Prozent nicht als Problem. Entscheidend ist, ob die Verteilung Ihre Ziele beeinträchtigt.

Er kann helfen, ist aber ein Hinweis. Wenn die bevorzugte Seite schwächer ist oder widersprüchliche Signale gesetzt sind, kann Google ihn ignorieren. Bei Seiten, die nicht bleiben sollen, ist eine 301-Weiterleitung oft die bessere Lösung.

Löschen ist sinnvoll, wenn die Seite schwächer ist und keinen Wert verliert. Prüfen Sie vorher Backlinks und Traffic, damit Sie nichts verschenken.

Eine 301-Weiterleitung schickt Besucher und Suchmaschinen dauerhaft auf eine andere Seite. Ein Canonical-Tag bleibt auf der Seite und markiert nur, welche Version bevorzugt ist.

Ein noindex nimmt eine Seite aus dem Index. Er ist kein Ersatz für eine Kanonisierung. Google rät davon ab, noindex für die Auswahl einer kanonischen Seite zu verwenden. Für die Kanonisierung soll auch die robots.txt nicht genutzt werden. Google empfiehlt rel=canonical.

Beobachten Sie die Rankings mindestens vier bis sechs Wochen nach der Änderung. Das ist eine Empfehlung aus einer Zusammenfassung der Quellen und keine feste Frist.

Legen Sie vor dem Schreiben eine Keyword-Strategie fest und dokumentieren Sie, welche Seite welches Thema bedient. HubSpot empfiehlt genau diesen Ablauf.

Nein. Auch verwandte Begriffe mit gleicher Suchintention können konkurrieren. Prüfen Sie deshalb die Absicht hinter den Begriffen, nicht nur die exakte Schreibweise.

Google schreibt, dass alle Methoden für dauerhafte Weiterleitungen dieselben Auswirkungen auf die Google Suche haben. Wie stark Backlinks dabei übergehen, beschreibt die Dokumentation nicht im Detail.

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