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SEO / PERFORMANCEHannover
Strategie· 6 Min. Lesezeit

Keyword-Recherche für SEO: Anleitung ohne Tool-Abo

Keyword-Recherche bedeutet, die Begriffe zu finden, mit denen potenzielle Kunden nach Ihrem Angebot suchen, und sie nach Suchvolumen, Wettbewerb und Suchintention zu ordnen. Sie starten mit 20 bis 50 eigenen Begriffen, erweitern sie über Google und die Search Console und verteilen jede Gruppe auf genau eine Seite.

Porträt von Muhammad Salman

Inhabergeführte BetreuungFür Hannover, Region Hannover, Niedersachsen

Aufgebaut auf den Plattformen, denen Sie vertrauen

  • Google Analytics
  • Search Console
  • Ahrefs
  • Semrush
  • Shopify
  • WordPress
  • HubSpot

Was Keyword-Recherche ist und wann sie sich lohnt

Ein Keyword ist der Begriff, den ein Mensch in eine Suchmaschine eingibt. Das deutsche Wort dafür lautet Schlüsselwort. Die Keyword-Recherche sammelt diese Begriffe und ordnet sie. Ziel ist, für jede Seite genau zu wissen, welche Suchanfrage sie beantworten soll.

Sie brauchen die Recherche in drei Situationen: beim Aufbau einer neuen Website, vor der Planung neuer Seiten und bei einem Relaunch, wenn Seiten neu zugeordnet werden. Die Recherche liefert die Grundlage für alle späteren Entscheidungen über Inhalte. Semrush und Ostend empfehlen, sie regelmäßig zu wiederholen.

Schritt 1: Seed-Keywords sammeln

Seed-Keywords sind die Ausgangsbegriffe. Schreiben Sie zuerst auf, wie Ihre Kunden Ihr Angebot nennen, nicht wie Sie es nennen. Ein Handwerksbetrieb sagt vielleicht "Heizung wartet" statt "Heizungsservice".

Woher die Begriffe kommen

Gute Quellen sind Ihre Angebotsliste, Kundenanfragen aus E-Mails und Telefonaten, die Begriffe auf Ihrer bestehenden Website und die Fragen, die Mitarbeiter im Verkauf hören. Ostend empfiehlt, mit 20 bis 50 solcher Startbegriffe zu beginnen.

Die Kundensprache festhalten

Notieren Sie für jeden Begriff, welche Frage dahintersteckt. Das macht die späteren Schritte leichter, weil Sie die Suchintention direkt aus der Frage ableiten.

Schritt 2: Keyword-Ideen kostenlos erweitern

Bezahlte Tools sind nicht nötig, um eine brauchbare Liste aufzubauen. Die Google-Suche und die Search Console liefern viele Ideen kostenlos.

Google Suggest und Fragenbereiche

Geben Sie Ihre Seed-Keywords in Google ein und notieren Sie die Vorschläge der Suchleiste (Google Suggest). Der Bereich "Weitere Fragen" und "Andere suchen auch nach" zeigt verwandte Begriffe. Herold beschreibt genau diese drei Quellen als kostenlosen Einstieg. Die Vorschläge hängen vom Land ab. Stellen Sie deshalb in den Einstellungen das Zielland richtig ein.

Die Search Console als Quelle

Die Google Search Console zeigt, für welche Suchanfragen Ihre Seiten bereits erscheinen. Im Bericht "Leistung" finden Sie die Suchanfragen mit Impressionen und Klicks. Semrush weist darauf hin, dass die Search Console nur die ersten 1.000 Keywords anzeigt. Prüfen Sie deshalb, ob Ihre wichtigsten Begriffe darunter sind.

Fragen aus Kundengesprächen

Fragen aus Anrufen, Terminen und Formularen sind Keywords in der Sprache Ihrer Kunden. Übernehmen Sie sie wörtlich in die Liste.

Schritt 3: Suchvolumen einordnen, ohne falsche Sicherheit

Das Suchvolumen gibt an, wie oft ein Begriff pro Monat gesucht wird. Es ist eine Schätzung. Ostend schreibt, dass Werkzeuge bei denselben Begriffen um 30 bis 50 Prozent abweichen können. Nutzen Sie das Volumen deshalb als Größenordnung, nicht als exakte Zahl.

Lokale Suchen richtig prüfen

Herold betont, dass die Zahlen je nach Zielland stark abweichen. Für ein lokales Angebot zählt zusätzlich, ob der Ort im Begriff steht. Ein Begriff wie "Dachdecker Hannover" hat eine andere Absicht als "Dachdecker", auch wenn beide dasselbe Angebot beschreiben.

Keyword Difficulty als Richtwert

Die Keyword Difficulty schätzt, wie stark der Wettbewerb um einen Begriff ist. Ostend ordnet Werte von 0 bis 100 in Stufen ein, etwa 0 bis 14 als sehr leicht und 70 bis 100 als sehr schwer. Die Stufen sind eine Faustregel. Entscheidend ist, was auf der ersten Ergebnisseite steht.

Schritt 4: Nach Suchintention gruppieren

Jeder Begriff hat eine Absicht. Ob jemand etwas wissen, etwas vergleichen oder etwas kaufen will, bestimmt, welche Seite passt. Der Beitrag zur Suchintention erklärt die Typen im Detail. Für die Keyword-Recherche reicht eine einfache Einteilung in Information, Vergleich, Kauf und Navigation.

Ordnen Sie jeden Begriff einer dieser Gruppen zu. Begriffe mit gemischter Absicht sind eine Warnung: Sie lassen sich oft nicht auf eine Seite bringen.

Schritt 5: Keywords zu Gruppen bündeln

Bündeln Sie Begriffe mit derselben Absicht und demselben Thema zu einer Keyword-Gruppe. Semrush nennt diesen Schritt das Gruppieren verwandter Keywords. Eine Gruppe ist die Grundlage für einen Artikel oder eine Leistungsseite.

Lange Begriffe gezielt nutzen

Long-Tail-Keywords bestehen laut Wix meist aus vier oder mehr Wörtern. Sie haben oft kleineres Volumen, aber klarere Absicht. Ein Begriff wie "Heizung wartung kosten Hannover" zeigt, dass jemand kurz vor einer Entscheidung steht.

Schritt 6: Keyword-Mapping auf URLs

Das Keyword-Mapping ordnet jede Gruppe genau einer URL zu. Diese Regel verhindert, dass zwei Seiten um dieselbe Suche konkurrieren.

Ein Keyword, eine URL

Schreiben Sie in eine Tabelle: Gruppe, Hauptbegriff, Suchintention, zugeordnete URL. Jede URL bekommt genau einen Hauptbegriff. Weitere Begriffe dürfen dazu, aber sie sollen dieselbe Absicht bedienen.

Bestehende Seiten zuordnen

Prüfen Sie, welche vorhandenen Seiten schon zu einer Gruppe passen. Eine Seite, die bereits rankt, behalten Sie und erweitern sie. Eine Gruppe ohne Seite ist ein Kandidat für einen neuen Artikel.

Schritt 7: Priorisieren nach Aufwand und Nutzen

Nicht jede Gruppe ist gleich wichtig. Ostend bewertet Keywords nach Geschäftsnutzen (40 Prozent), Ranking-Chance (35 Prozent) und Traffic-Potenzial (25 Prozent). Das sind die Gewichte dieser einen Agentur, keine Standardregel. Übernehmen Sie das Prinzip, nicht die Zahlen.

Quick Wins erkennen

Begriffe, auf die Ihre Seite schon auf den Positionen 11 bis 20 steht, sind oft die schnellsten Gewinne. Ostend nennt diese Begriffe "Almost Rankings". Hier reichen oft eine bessere Überschrift, ein klarerer Abschnitt oder interne Links.

Die Keyword-Vorlage als Tabelle

Die folgende Vorlage braucht kein Tool. Sie benötigen nur eine Tabellenkalkulation.

Die Keyword-Vorlage als Tabelle
GruppeHauptbegriffWeitere BegriffeSuchintentionZugeordnete URLAufwandNutzenStatus
WartungHeizung wartenHeizungswartung, HeizungscheckKauf/heizungswartung/niedrighochvorhanden
KostenHeizungswartung KostenKosten HeizungscheckVergleichfehltmittelhochneu planen
RatgeberHeizung entlüftenHeizkörper entlüftenInformation/blog/heizung-entlueften/niedrigmittelneu planen
Die Keyword-Vorlage als Tabelle

Die Zeilen sind ein Beispiel für die Struktur. Die Zahlen und Begriffe sind Platzhalter und kein gemessenes Ergebnis.

Häufige Fehler bei der Keyword-Recherche

Nur auf das Suchvolumen schauen

Ostend nennt "Marketing" mit einem Volumen von 33.000 gegenüber "Online Marketing für Handwerker" mit 320. Das größere Volumen bringt wenig, wenn die Absicht nicht zu Ihrem Angebot passt. Bewerten Sie immer Absicht und Nutzen mit.

Dieselben Begriffe auf mehreren Seiten

Wenn mehrere Seiten denselben Hauptbegriff tragen, konkurrieren sie untereinander. Das Keyword-Mapping mit einem Hauptbegriff pro URL verhindert das. Der Beitrag zur Keyword-Kannibalisierung zeigt die Lösung.

Begriffe übertreiben

Ostend nennt eine natürliche Keyword-Dichte von 1 bis 2 Prozent. Ein Begriff, der fünfzig Mal in einem Text mit tausend Wörtern steht, liest sich unnatürlich. Verwenden Sie den Hauptbegriff in der Einleitung und in der Überschrift, dann die verwandten Begriffe im Text.

Wann bezahlte Tools sinnvoll sind

Bezahlte Tools liefern mehr Begriffe, Konkurrenzanalysen und Verlaufsdaten. Ostend nennt Einstiegspreise ab 29 US-Dollar im Monat bei Ubersuggest und ab 139 US-Dollar bei Semrush. Viele Anbieter bieten kostenlose Testphasen an. Für eine erste Liste mit 50 bis 100 Begriffen brauchen Sie kein Tool. Ostend rechnet dafür mit vier bis acht Stunden.

Pflege der Keyword-Liste

Keywords verändern sich. Neue Begriffe entstehen, saisonale Suchen steigen und fallen. Ostend empfiehlt eine Aktualisierung alle drei bis sechs Monate und bei saisonalen Themen monatlich. Semrush empfiehlt mindestens einmal pro Quartal.

Weiterführende Beiträge

Gefundene Begriffe ordnen Sie nach Absicht. Das erklärt Suchintention verstehen.

Eine Keyword-Gruppe wird zu einem Cluster, wenn mehrere Unterthemen zusammengehören. Die Struktur dafür beschreibt Content-Cluster aufbauen.

Welche Seite zu welchem Thema gehört, ist eine Frage der Gesamtstrategie. Den Rahmen dafür beschreibt Topical Authority.

Vorhandene Seiten prüfen Sie mit der SEO-Audit-Checkliste. Begriffe mit Ortsbezug gehören zur lokalen SEO.

Porträt von Muhammad Salman

Von Muhammad Salman, Gründer und SEO-Stratege

Veröffentlicht am

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FAQ

Kurz gefragt

Keyword heißt auf Deutsch Schlüsselwort. Gemeint ist der Begriff, den Menschen in eine Suchmaschine eingeben.

Die Recherche ist mit Google und der Search Console kostenlos möglich. Ostend nennt bezahlte Tools ab 29 US-Dollar im Monat bei Ubersuggest und ab 139 US-Dollar bei Semrush. Die Preise ändern sich, prüfen Sie sie beim Anbieter.

Starten Sie mit 20 bis 50 eigenen Begriffen aus Ihrem Angebot und Ihren Kundengesprächen. Erweitern Sie die Liste über Google Suggest, den Bereich "Weitere Fragen" und die Search Console.

Semrush nennt unter anderem Google Ads, Google Trends, Answer The Public und Soovle. Ob ein Tool kostenlos ist, hängt vom Anbieter ab und sollte vor der Nutzung geprüft werden. Die Google Search Console ist kostenlos und zeigt die Suchanfragen, für die Ihre Seiten bereits erscheinen.

Wix nennt für einen Blogartikel eine Recherche von einer bis vier Stunden. Ostend rechnet für eine einfache Analyse mit 50 bis 100 Keywords mit vier bis acht Stunden und für eine umfassende Analyse mit zwei bis drei Arbeitstagen.

Ein Hauptbegriff und drei bis fünf verwandte Begriffe pro Seite sind laut Ostend ein sinnvoller Richtwert. Der Hauptbegriff sollte in den ersten 100 Wörtern stehen.

Short-Tail-Keywords bestehen meist aus ein oder zwei Wörtern, Long-Tail-Keywords aus vier oder mehr. Wix nennt das als Unterscheidung. Lange Begriffe haben meist ein kleineres Volumen, aber eine klarere Absicht.

Ein bestes Tool gibt es nicht. Für den Einstieg reichen Google und die Search Console. Wenn Sie ein bezahltes Tool wählen, testen Sie zuerst die Gratis-Phase, die Ostend mit sieben bis vierzehn Tagen angibt.

Ostend empfiehlt alle drei bis sechs Monate und bei saisonalen Themen monatlich. Semrush nennt mindestens vierteljährlich.

Öffnen Sie in der Search Console den Bericht "Leistung" und filtern Sie nach Seite. Dort sehen Sie die Suchanfragen mit Impressionen, Klicks und Position.

Ja. Ostend stellt diese Frage in seinem FAQ. Die Begriffe und Absichten, die Sie für SEO finden, helfen auch bei der Auswahl von Anzeigenbegriffen. Das ist eine Schlussfolgerung aus dem Vorgehen, nicht aus einer Messung.

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