Zum Inhalt springen
SEO / PERFORMANCEHannover
Strategie· 5 Min. Lesezeit

Suchintention verstehen: Informational, kommerziell und transaktional

Die Suchintention beschreibt, warum jemand einen Begriff in eine Suchmaschine eingibt. Man unterscheidet vor allem informationale, kommerzielle, transaktionale und navigationale Absichten. Sie erkennen die Absicht, indem Sie die ersten Ergebnisse einer Suche prüfen, und richten Ihre Seite danach aus. Für die Praxis genügt oft diese Einteilung.

Porträt von Muhammad Salman

Inhabergeführte BetreuungFür Hannover, Region Hannover, Niedersachsen

Aufgebaut auf den Plattformen, denen Sie vertrauen

  • Google Analytics
  • Search Console
  • Ahrefs
  • Semrush
  • Shopify
  • WordPress
  • HubSpot

Was ist Suchintention?

Suchintention ist die Absicht hinter einer Suchanfrage. Ein Mensch, der "Heizung entlüften" eingibt, will vermutlich wissen, wie es geht. Wer "Heizungswartung Hannover" eingibt, will eher einen Anbieter finden. Beide Begriffe bezeichnen dasselbe Thema, verlangen aber unterschiedliche Seiten.

Im Fachjargon heißt das Konzept oft auch Search Intent oder Nutzerintention. In diesem Beitrag meinen alle drei Begriffe dasselbe: die Absicht hinter einer Suche.

Warum Suchintention und Keyword nicht dasselbe sind

Ein Keyword ist der Text, den jemand eingibt. Die Suchintention ist das Ziel dahinter. Zwei Begriffe mit ähnlichem Wortlaut können sehr verschiedene Absichten haben. Deshalb reicht es nicht, nur das Suchvolumen zu prüfen.

Die Bedeutung für SEO

Wenn eine Seite nicht zur Absicht passt, bleibt sie auch mit guter Optimierung hinter den Ergebnissen zurück. In der Suchmaschinenoptimierung (SEO) geht es darum, die Seite mit der Absicht der Suche in Einklang zu bringen.

Die vier Haupttypen mit Beispielen

Landingi nennt vier Haupttypen. Sie sind in der Praxis hilfreich, auch wenn die Grenzen fließend sind.

Informationale Intention

Die Person will etwas wissen oder verstehen. Beispiele sind "Was ist Suchintention?" oder "Wie lange dauert SEO?". Passend sind Ratgeber, Erklärungen und Anleitungen. Eine Verkaufsseite passt hier selten.

Navigationale Intention

Die Person sucht eine bestimmte Website oder Marke. Beispiele sind Markennamen oder Produktnamen. Landingi nennt, zitiert nach Search Engine Land, dass rund 44 Prozent der Online-Suchen Markenbegriffe sind. Passend ist die Startseite der Marke. Ihr Ziel ist, direkt gefunden zu werden.

Kommerzielle Intention

Die Person vergleicht Optionen, bevor sie entscheidet. Beispiele sind "bestes Produkt 2026" oder "SEO-Agentur Vergleich". Passend sind Vergleichsseiten mit klaren Kriterien. Landingi nennt diesen Typ kommerzielle Ermittlungsabsicht.

Transaktionale Intention

Die Person will etwas kaufen, buchen oder beauftragen. Beispiele sind "Heizungswartung buchen" oder "Website Relaunch Angebot". Passend sind Produkt- und Leistungsseiten mit klarem Abschluss.

So erkennen Suchmaschinen die Absicht

Suchmaschinen erkennen die Absicht vor allem an dem, was sie anzeigen. Wenn die Ergebnisse überwiegend Ratgeber sind, erwartet Google offenbar Information. Wenn Shops und Preise erscheinen, erwartet es eine Kaufentscheidung. Eine Seite, die dem Ergebnistyp widerspricht, rankt schwerer.

Die Ergebnisarten als Signal

Achten Sie auf Ergebnisarten wie Snippets, Karten oder Bilder. Ein Featured Snippet mit einer Liste zeigt, dass Google eine Schritt-für-Schritt-Antwort erwartet. Ein Kartenbereich zeigt eine lokale Absicht.

Die Suchintention in den Ergebnissen prüfen

Die folgende Anleitung zeigt die Prüfung in drei Schritten.

  1. Geben Sie den Begriff in Google ein, am besten in der Zielregion, und notieren Sie die ersten drei bis zehn organischen Ergebnisse. Landingi empfiehlt diese Spanne.
  2. Ordnen Sie jedes Ergebnis einem Seitentyp zu: Ratgeber, Vergleich, Produktseite, Leistungsseite oder Startseite einer Marke.
  3. Bewerten Sie das Gesamtbild. Dominiert ein Typ, zeigt er die Absicht. Mischt sich das Bild, ist die Absicht gemischt.

Snippets und Ergebnisarten lesen

Titel und Beschreibungen der Ergebnisse verraten, welche Frage die Seite beantwortet. Notieren Sie auch Featured Snippets, Bildbereiche und lokale Karten, falls sie erscheinen.

Gemischte Absichten erkennen

Bei gemischter Absicht erscheinen Ratgeber und Angebote nebeneinander. Landingi empfiehlt, auch das in der Planung zu berücksichtigen. Wählen Sie dann eine Hauptabsicht für Ihre Seite und verweisen Sie auf die Ergänzung.

Die Zielgruppe befragen

Die SERP zeigt, was Google zeigt. Sie zeigt nicht, was Ihre Kunden meinen. Omr und Xpert empfehlen deshalb, die Zielgruppe direkt zu befragen. Fragen Sie in Gesprächen, welche Frage vor einer Anfrage gestellt wurde.

Personas als Ergänzung

Eine Persona beschreibt eine typische Person aus Ihrer Zielgruppe mit Zielen und Fragen. Xpert nennt Persona-Erstellung als Methode. Eine Persona ersetzt die Prüfung der Ergebnisse nicht, sie ergänzt sie.

Typische Fehler bei der Zuordnung

Von sich auf andere schließen

Omr warnt davor, die eigene Absicht auf andere zu übertragen. Sie kennen Ihr Angebot gut und fragen deshalb vielleicht anders als Ihre Kunden. Prüfen Sie die Ergebnisse, bevor Sie eine Absicht festlegen.

Nur auf Tools vertrauen

Tools zeigen Vorschläge, keine Absichten. Sie ersetzen nicht die Prüfung der Ergebnisse. Nutzen Sie Tools als Ergänzung zur SERP-Analyse.

An der Oberfläche bleiben

Ein Begriff allein sagt wenig. Lesen Sie die Ergebnisse, Snippets und die Fragen, die daneben erscheinen, bevor Sie entscheiden.

Beispiele: Derselbe Begriff, verschiedene Seiten

Ein Beispiel aus dem Beitrag von OnlineMarketing.de aus dem Jahr 2017 zeigt das Prinzip. Dort wird der Begriff "damaged furniture" untersucht. Auf Platz 1 und 2 stehen Verkaufsangebote für günstige Möbel mit Fehlern, auf Platz 3 ein Reparaturservice und auf Platz 4 ein Ratgeber zur Selbstreparatur. Der Autor zählt drei unterschiedliche Absichten. Der Artikel ist älter, das Prinzip ist aber gleich geblieben.

Was tun, wenn Google eine andere Absicht zeigt?

Wenn eine Absicht die Ergebnisse klar dominiert, ist ein Ranking mit einer abweichenden Absicht schwierig. Onlinemarketing.de nennt dann Anzeigen oder ein präziseres Keyword als Alternativen. Bei einem Begriff mit gemischter Absicht kann eine Hauptseite mit einer verlinkten Ergänzung ein sinnvoller Weg sein. Das ist eine eigene Einschätzung.

Information-Gain: Der Absicht-Check als Tabelle

Diese Tabelle verbindet den Ergebnistyp mit der Absicht und der passenden Seite. Sie können sie für jeden Begriff ausfüllen.

Information-Gain: Der Absicht-Check als Tabelle
Was in den Ergebnissen dominiertAbsichtPassende SeiteBeispiel-Titel
Ratgeber und ErklärungenInformationalRatgeberartikel"Heizung entlüften: Anleitung"
Vergleichsseiten und TestsKommerziellVergleichsseite mit Kriterien"Heizungswartung im Vergleich"
Shops und PreisangabenTransaktionalProdukt- oder Leistungsseite"Heizungswartung buchen"
Marken und StartseitenNavigationalStartseite der Marke"Firmenname: Startseite"
Mischung aus Ratgeber und AngebotGemischtHauptabsicht wählen, Ergänzung verlinkenje nach Hauptabsicht
Information-Gain: Der Absicht-Check als Tabelle

Die Beispiele sind Platzhalter, keine gemessenen Ergebnisse.

Weiterführende Beiträge

Die Absicht bestimmt, welche Seitenart passt. Für die Unterschiede zwischen Geschäfts- und Privatkunden lesen Sie SEO B2B vs. B2C.

Begriffe finden Sie vorab mit der Keyword-Recherche für SEO.

Wie Sie Unterthemen nach Absicht bilden, zeigt Content-Cluster aufbauen.

Eine Übersicht zu Leistungen und Seitenarten finden Sie unter SEO-Dienstleistungen.

Porträt von Muhammad Salman

Von Muhammad Salman, Gründer und SEO-Stratege

Veröffentlicht am

Sie möchten das nicht alles selbst umsetzen?

Wir übernehmen die Umsetzung oder unterstützen Ihr Team. Was das kostet, sehen Sie transparent auf unserer Preisseite.

FAQ

Kurz gefragt

Ja. Die Prüfung der Ergebnisse in Google reicht für die meisten Begriffe. Tools helfen bei der Liste der Begriffe, ersetzen aber nicht den Blick auf die Ergebnisse.

Eine Seite rankt schwerer, wenn ihr Inhalt nicht zur Absicht der Suche passt. Deshalb sollte die Seite zur Absicht passen, bevor Sie optimieren.

In diesem Beitrag meinen beide Begriffe dasselbe: die Absicht hinter einer Suche. Beide tauchen in der Fachliteratur auf.

Geben Sie den Begriff in Google ein und prüfen Sie die ersten drei bis zehn Ergebnisse. Ordnen Sie jedes einem Seitentyp zu und bewerten Sie das Gesamtbild.

Landingi nennt vier Haupttypen: informational, navigational, kommerziell und transaktional. Die Einteilungen unterscheiden sich: Semrush nennt vier Typen, Google nach Omr fünf.

Die Person vergleicht Optionen, bevor sie entscheidet. Passend sind Vergleichsseiten mit klaren Kriterien.

Die Person will etwas kaufen, buchen oder beauftragen. Passend sind Produkt- und Leistungsseiten mit klarem Abschluss.

Die Person sucht eine bestimmte Website oder Marke. Passend ist die Startseite der Marke.

Landingi empfiehlt, die ersten drei bis zehn organischen Ergebnisse zu prüfen. Diese Spanne zeigt in der Regel das Muster.

Eine Seite sollte eine Hauptabsicht haben. Bei gemischten Absichten wählen Sie die Hauptabsicht für die Seite und verlinken die Ergänzung auf eine eigene Seite.

Kostenlose Erstberatung

Lassen Sie uns über Ihre Sichtbarkeit sprechen.

In der kostenlosen Erstberatung sehen wir uns Ihre Website, Ihre Wettbewerber und Ihre wichtigsten Suchbegriffe an. Sie erhalten eine ehrliche Einschätzung, was SEO für Ihr Unternehmen leisten kann, und was nicht.

  • 30 Minuten, per Telefon oder Video
  • Unverbindlich und kostenfrei
  • Konkrete erste Maßnahmen
  • Keine Ranking-Versprechen

Lieber über Upwork beauftragen?Zum Upwork-Profil

Kontakt

Name
Muhammad Salman
Servicegebiet
Hannover, Region Hannover, Niedersachsen
WhatsApp
Chat starten
Reaktionszeit
Antwort innerhalb von 24 Stunden an Werktagen
Kostenlose Erstberatung