Die vier Begriffe im Überblick
Die vier Begriffe beschreiben, woran sich die Qualität eines Inhalts messen lässt. Sie sind keine Messgrößen mit Zahlen, sondern Fragen, die ein Prüfer an eine Seite stellt.
Experience: die eigene Erfahrung
Experience meint, dass der Autor das Thema selbst erlebt oder genutzt hat. Ein Bericht über einen Umzug von jemandem, der ihn durchgeführt hat, wirkt glaubwürdiger als eine Zusammenfassung von Fremdquellen. Evergreen Media berichtet, dass Experience erst im Dezember 2022 zu E-A-T hinzukam.
Expertise: das Fachwissen
Expertise bedeutet, dass der Inhalt Kompetenz zum Thema zeigt. Google fragt laut seiner Hilfeseite, ob die Inhalte das Talent, die Kompetenz oder das Fachwissen des Verfassers zeigen. Ein Experte oder ein Fan, der sich nachweislich gut auskennt, ist die gewünschte Quelle.
Authoritativeness: die Autorität
Autorität zeigt, dass die Website als verlässliche und anerkannte Quelle zum Thema gilt. HubSpot nennt Empfehlungen, Zitate und Anerkennung durch Fachkollegen und Nutzer als Quellen dafür. Hochwertige Backlinks spielen dabei eine Rolle.
Trustworthiness: das Vertrauen
Vertrauen ist der Kern des Konzepts. Google schreibt auf seiner Hilfeseite, dass Vertrauenswürdigkeit von diesen Aspekten am wichtigsten ist. Nutzer sollen sich darauf verlassen können, dass Informationen korrekt und sorgfältig recherchiert sind.
Welche Rolle E-E-A-T im Ranking spielt
Nein. Google stellt auf seiner Hilfeseite klar, dass E-E-A-T selbst kein spezifischer Ranking-Faktor ist. Die Begriffe beschreiben den Maßstab, nach dem Qualitätsprüfer Suchergebnisse bewerten.
Dazu passt die Einordnung von Evergreen Media. Der Artikel nennt E-E-A-T ein Konzept, kein Ranking-Faktor. Laut Evergreen Media gewichtet Google bestehende Faktoren so, dass das Ergebnis dem entspricht, was ein Qualitätsprüfer als hochwertig einstufen würde.
Googles Hilfeseite zu hilfreichen Inhalten fasst diese Fragen zusammen. Für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) heißt das: Eine Seite, die ein Thema für Menschen gut beantwortet, hat bessere Voraussetzungen als eine, die nur Keywords sammelt.
Eine einfache Folgerung: Sie optimieren nicht auf einen Wert namens E-E-A-T. Sie zeigen die Signale, die dahinterstehen.
Die Geschichte: von E-A-T zu E-E-A-T
Das Konzept geht auf die Richtlinien für Qualitätsprüfer zurück. Evergreen Media nennt 2014 als Jahr, in dem es dort erstmals erwähnt wurde. Im Dezember 2022 kam das zweite E für Experience hinzu. HubSpot beschreibt, dass das Google-Core-Update im November 2023 E-E-A-T stärker in den Vordergrund gerückt hat.
Für die Praxis ist die Geschichte wenig wichtig. Entscheidend ist, dass die Fragen dahinter gleich geblieben sind: Wer schreibt, kennt sich aus und ist vertrauenswürdig?
Wann E-E-A-T besonders zählt: YMYL
YMYL steht für "Your Money or Your Life". Gemeint sind Themen, die Geld, Gesundheit, Sicherheit oder Lebensentscheidungen betreffen. HubSpot nennt fünf Bereiche: Finanzen, Gesundheit, Sicherheit, Nachrichten und aktuelle Ereignisse sowie Regierung. Blck Alpaca beschreibt, dass E-E-A-T bei diesen Themen strenger gilt.
Für ein Handwerksunternehmen oder eine Agentur gilt das nur teilweise. Bei Zahlungs-, Rechts- oder Gesundheitsfragen sollten Sie besonders sorgfältig belegen.
Signale, die Sie auf Ihrer Website zeigen können
Google fragt auf seiner Hilfeseite bei jedem Inhalt, wer ihn erstellt hat, wie und warum. Diese drei Fragen eignen sich als Prüfung für jede Seite.
Wer hat den Inhalt erstellt?
Nennen Sie den Autor mit Rolle und Erfahrung. Ein Autorenprofil mit überprüfbarer Qualifikation hilft Lesern und Prüfern. HubSpot nennt Transparenz über die Urheberschaft als ersten praktischen Schritt.
Wie ist der Inhalt entstanden?
Zeigen Sie, auf welchen Quellen die Aussagen beruhen und wann sie geprüft wurden. Bei Zahlen sollten Quelle und Datum genannt sein.
Warum gibt es diesen Inhalt?
Ein Inhalt sollte eine Frage beantworten, die Menschen wirklich stellen. Google warnt auf seiner Hilfeseite davor, Inhalte vor allem für Suchmaschinen zu erstellen.
Typische Fehler
E-E-A-T als Checkliste abhaken
Eine Autorenbox ohne echte Angaben ist kein Vertrauenssignal. Der Nutzen kommt aus dem Inhalt selbst, nicht aus dem Etikett.
Erfahrung vortäuschen
Erfahrung, die der Autor nicht hat, lässt sich in Details erkennen. Schreiben Sie nur, was Sie belegen können.
Suchmaschinenorientierte Texte
Google warnt auf seiner Hilfeseite davor, Inhalte vor allem für Suchmaschinen zu erstellen. Die Frage "Wer, wie, warum" hilft, diesen Fehler früh zu erkennen.
Information-Gain: Die Wer-Wie-Warum-Prüfung
Prüfen Sie jede Seite mit diesen Fragen und halten Sie die Antworten fest.
| Frage | Gute Antwort | Schwache Antwort |
|---|---|---|
| Wer schreibt? | Name, Rolle, Erfahrung mit dem Thema | Kein Autor angegeben |
| Wie belegt? | Quelle und Datum bei Zahlen und Aussagen | Keine Quelle |
| Warum diese Seite? | Beantwortet eine konkrete Frage | Enthält nur Keywords |
| Gibt es eine Grenze? | Hinweis, was der Inhalt nicht leisten kann | Versprechen ohne Grenze |
Die Tabelle ist eine Prüfvorlage. Sie enthält keine Messwerte.
Weiterführende Beiträge
E-E-A-T ist der Maßstab, an dem sich auch die Themenkompetenz einer Website misst. Den Rahmen zeigt Topical Authority.
Autoren mit echter Erfahrung zeigen Sie auch in Ihren Inhalten zur KI-Suche. Den Zusammenhang erklärt GEO und SEO.
Für Bewertungen als Vertrauenssignal lesen Sie Google Unternehmensprofil Bewertungen.
Wer eine Agentur auswählt, sollte auf Referenzen und Erfahrung achten. Die Prüfkriterien stehen im Beitrag SEO-Agentur finden.
